Die Gärtnerei

Die Gärtnerei wurde 2012 von uns übernommen. Wir bewirtschaften rund 3 Hektar Ackerland nach den Richtlinien der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.  Der größte Teil der Fläche ist Freiland. Etwa 2000 Quadratmeter sind im geschützten Anbau,  also mit 5 Folientunneln überbaut. Dort können wir Kulturen anbauen, die im Freiland zum gegebenen Zeitpunkt noch nicht oder nicht mehr wachsen könnten. Insgesamt haben wir eine sehr große Bandbreite an Feld- und Freigemüsesorten in unserem Anbauplan. Bei der Bewirtschaftung achten wir auf bodenschonende Verfahrensweisen, den fast ausschließlichen Einsatz samenfester Sorten und langsame, standortgerechte und kulturgerechte Düngung. Wir arbeiten eng mit einem anderen Demeterbauern aus dem Dorf zusammen, der eine Mutterkuhherde mit etwa 15 Kühen hat. Der Mist seiner Kühe und unsere Grünsubstanz (also Erntereste und Ausschussgemüse) wird gemeinsam kompostiert und dann auf unseren und seinen Flächen ausgebracht. Auf diese Art und Weise haben wir besten organischen Dünger und können als viehloser Betrieb wie ein viehhaltender Betrieb wirtschaften. Da besonders in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft der geschlossene Betriebskreislauf eine wichtige Rolle spielt, erlaubt uns diese Kooperation unseren Betriebkreislauf bezüglich der Nährstoffversorgung tendentiell geschlossen zu halten. Ganz schließen können wir ihn natürlich nicht, sonst könnten wir kein Gemüse mehr an Dritte abgeben.

Da wir uns erst im vierten Jahr seit der Übernahme befinden ist die Gärtnerei noch in der Aufbauphase. Stück für Stück arbeiten wir uns vor. Als nächstes Projekt ist ein Teich geplant, der uns erlaubt unsere Flächen auch dann mit Regenwasser zu bewässern, wenn es mehr als 3 Wochen nicht geregnet hat. Bisher sitzen wir in diesem Fall auf dem Trockenen, was uns zum Beispiel 2014, mit dem anfangs sehr trockenen Sommer, große Probleme bereitet hat. Außerdem ist dringend ein Unterstand für die Maschinen, eine bessere Aufbereitung und Lager- und Kühlräume notwendig. Das sind dann nach der Bewässerung die nächsten Projekte. Und so weiter. Es gibt immer etwas zu tun…!