Infos

Was solidarische Landwirtschaft ist, wissen Sie schon oder haben es unter „Idee“ gelesen. Hier erfahren Sie, wie es ganz konkret bei uns in Großhöchberg funktioniert.

KOSTEN: Wir bewirtschaften mit der Gärtnerei 2,5 ha Land. Davon könnten wir 200 Personen mit Gemüse und Kartoffeln versorgen. Da die gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft aber derzeit erst ca. 45 Personen umfasst, werden wir auch weiterhin an kleine Läden in der Umgebung liefern und über unsere Wochenmärkte vermarkten. Lange haben wir überlegt, wie wir mit dieser Situation umgehen und uns dafür entschieden von unserem gesamten Jahresbudget entsprechend der für die CSA in Anspruch genommenen Fläche, Kosten zu veranschlagen. Damit kommen wir auf aktuell 76 € pro Person und Monat. Allerdings muss nicht unbedingt jede Person diese 76 € bezahlen. Bei der Jahresversammlung haben wir eine Bieterrunde gemacht, bei der jede_r soviel geboten hat, wie er oder sie zu zahlen bereit und im Stande ist. Die Summe aller Mitglieder deckt das Gesamtbudjet. Schon bei der ersten Bieterrunde kam ausreichend Geld zusammen. Quereinstiege sind auch unter demJahr möglich, wobei dann der Richtwert von 76 € je Ernteanteil gilt.

Die Erfahrungen aus dem ersten Jahr haben gezeigt, das unsere Herangehensweise in bezug auf die Verteilung der Kosten ganz gut hingehauen hat und wir auch weiter so verfahren werden.

VERBINDLICHKEIT: Jedes Mitglied und auch wir drei Gärtner_innen gehen für ein Jahr ein Bündnis ein. Dabei verpflichten wir uns gegenseitig. Einerseits verpflichten wir uns während eines Jahres Gemüse an die Menschen der gemeinschaftsgetragenen Landwirtschaft abzugeben. Andererseits verpflichten sich die Mitglieder monatlich den von ihnen gebotenen Beitrag zu entrichten. Die Vereinbarungen dazu finden Sie hier.

VERTEILUNG: Wir haben derzeit fünf Verteilräume eingerichtet an die jeden Freitag geliefert wird. Aktuell haben wir 5 Verteilräume: Großhöchberg, Oppenweiler, Schwäbisch Hall-Wackershofen, Murrhardt und in Fellbach. Somit können alle, die auf der B14 zwischen Schwäbisch Hall über Backnang bis Fellbach unterwegs sind gut an ihr Gemüse kommen. Die Mitglieder von GartenLEBEN haben jederzeit Zugang zu dem jeweiligen Raum und können sich dort ihr Gemüse abholen. Auch hier geht es um Selbsteinschätzung. Man holt sich so viel, wie man braucht und behält gleichzeitig die anderen im Blick. Aber auch mit den Zucchini- und Tomatenschwemmen muss umgegangen werden. Im Idealfall nimmt zu diesen Zeiten des Überflusses jede und jeder ein bisschen mehr mit und legt Vorräte für den Winter an, wo es ein bisschen karger zugeht.

MITARBEIT: Jede und jeder ist eingeladen mitzuhelfen und vielleicht werden wir zu einzelnen Aktionen sogar um Hilfe bitten. Aber keine und keiner muss mithelfen.

ZEITINTENSITÄT: Es ist wichtig, dass möglichst alle zur Jahresversammlung kommen, wo das kommende Jahr besprochen wird und eine neue Bieterrunde stattfindet. Ansonsten wird es sicher Aktionen geben wie: gemeinsam Apfelsaft pressen, Kartoffeln ernten, Tomatenpüree einkochen oder auch mal Unkraut jäten. Das ist aber nur für die, die Lust dazu haben.

So, wir hoffen diese Zusammenstellung gibt einen ausreichenden Einblick. Für Fragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung!

Die nächste Mitgliederversammlung wird im Februar 2017 stattfinden. Dann wird alles vergangene besprochen und das neue Budget vorgestellt. In diesem Rahmen findet auch die neue Bieterrunde statt, bei der wieder jede und jeder selbst einschätzen kann wie viel er oder sie beitragen kann und möchte. Grundsätzlich kann aber auch gerne im laufenden Jahr eingestiegen werden. In diesem Fall muss dann der Durchschnittsbetrag von 76€ [mehr geht natürlich immer 😉 ]pro Monat und Anteil gezahlt werden.  Wenn also noch jemand Interesse hat, melde er/sie sich doch bitte bei uns.

2014-02-12_Bericht in BKZ über Infoabend an Waldorfschule